Betreuungsgeld...

Anrechnung auf Arbeitslosengeld II ("Hartz IV") und Sozialgeld

Betreuungsgeld ab 1. August

 
Ab dem 1. August können Eltern Betreuungsgeld erhalten, wenn sie für ihr ab dem 1. August 2012 geborenes Kind keine frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege nutzen.

Bezieher von Arbeitslosengeld II ("Hartz IV") und Sozialgeld müssen dabei beachten, dass das Betreuungsgeld auf diese Leistungen sowie den Kinderzuschlag angerechnet wird.

Das Betreuungsgeld wird als vorrangige Leistung ausgezahlt und bei Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe und Kinderzuschlag angerechnet.

Bei anderen Sozialleistungen, zum Beispiel beim Arbeitslosengeld I und bei Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG), werden das Betreuungsgeld wie auch das Elterngeld bis zu einer Höhe von insgesamt 300 Euro monatlich nicht als Einkommen berücksichtigt. Betreuungsgeld und Elterngeld stehen den Familien bis zu dieser Höhe also zusätzlich zu diesen Leistungen zur Verfügung.

Informationen zu den Voraussetzungen, der Höhe und Bezugsdauer sowie den zuständigen Betreuungsgeldstellen, bei denen das Betreuungsgeld beantragt werden kann, finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) unter folgendem Link: http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/themen-lotse,did=194624.html

Wer bekommt Betreuungsgeld - und ab wann?

Quelle des Berichts: http://www.stern.de/politik/wer-bekommt-betreuungsgeld-und-ab-wann-1923702.html

Das Betreuungsgeldsgesetz sieht unter anderem vor:

Eltern, die für ihr Kind im zweiten und dritten Lebensjahr keinen Kita-Platz oder keine staatlich geförderte Tagesmutter in Anspruch nehmen, erhalten ab 1. August 2013 ein Betreuungsgeld von zunächst 100 Euro monatlich, ab 2014 dann 150 Euro. Ab August 2013 haben Eltern für Kinder im zweiten und dritten Lebensjahr alternativ einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz. Ursprünglich sollte das Gesetz zum 1. Januar 2013 in Kraft treten.

Ein Ergänzungsgesetz soll sicherstellen, dass diejenigen Eltern, die sich das Betreuungsgeld nicht bar auszahlen lassen, den Betrag zur privaten Altersvorsorge oder für ein Bildungssparmodell nutzen können. Dann gibt es zusätzlich eine Prämie von 15 Euro monatlich. Zum Bildungssparmodell werden im Ergänzungsgesetzentwurf nur vage Aussagen gemacht.

Die Koalition rechnet ab 2014 mit 1,1 Milliarden Euro Kosten pro Jahr. Die Opposition spricht von rund 2 Milliarden Euro. Der Betrag könnte sich sogar noch deutlich erhöhen, wenn zum 1. August 2013 nicht ausreichend Kita-Plätze zur Verfügung stehen und Eltern unfreiwillig ihre Kinder zu Hause betreuen.

Wichtiger Hinweis:

Von Anfang an war klargestellt, dass das Betreuungsgeld bei Hartz-IV-Empfängern von der Grundsicherung (Sozialhilfe) wieder abgezogen wird. Nutzen sie dagegen das Betreuungsgeld zur privaten Altersvorsorge, soll es an den Versicherungsträger überwiesen werden, einschließlich des 15-Euro-Bonus.

_________________________________________

__________________________________________

 

Lastminute Nordsee